Beppe Assenza Fonds

Menschliche Kreativität, geistige Fruchtbarkeit, Leistungsfähigkeit sowie Resilienz und Gesundheit der Menschen bedürfen der Aufmerksamkeit und Pflege.

Die Bio-Stiftung Schweiz verwaltete seit 2019 einen bedeutenden Teil des künstlerischen Erbes von Beppe Assenza (* 19. März 1905 in Modica, Sizilien; † 23. September 1985 in Dornach), wodurch sie an die Ideen von Dr. Rainer Bächi, dem Gründer der Bio-Stiftung Schweiz, anknüpfte, der Kunst und Kultur von Anfang an als Aufgabe der Stiftung betrachtete. Zwischen 2019 und der Rückgabe des Beppe Assenza-Fonds an die Erben unterstützte die Stiftung insbesondere durch die Herausgabe des Kunstbandes «Malerische Forschung …» sowie durch die Förderung von Ausstellungen im In- und Ausland in Kooperation mit den Freunden des Künstlers, zuletzt in Italien (Sizilien, Rom, Mailand) gemeinsam mit der Associazione Amici di Beppe Assenza. Die Rolle der Bio-Stiftung beschränkte sich dabei auf organisatorische und administrative Unterstützung, Kuratierung übernahm sie nicht.

Die lebendigen Bilder von Beppe Assenza wirken wie ein Jungbrunnen, stärken die Resilienzkräfte und unterstreichen die Verbindung zwischen menschlicher Kreativität, geistiger Fruchtbarkeit, Leistungsfähigkeit sowie seelisch-geistiger Verfassung und landwirtschaftlichem Boden. Unser Ziel war es, Beppe Assenza und seine Kunst im Bewusstsein zu bewahren und für ein zeitgenössisches Verständnis zu aktualisieren. Die systematische Erfassung, Restaurierung und wissenschaftliche Aufarbeitung des Nachlasses stehen hingegen noch aus und müssen künftig professionell umgesetzt werden.

Gründe für die Rückgabe

Die Zusammenarbeit zwischen der Bio-Stiftung Schweiz und dem Beppe Assenza-Fonds war von grossem Engagement geprägt. In den vergangenen Jahren zeigte sich jedoch, dass die dauerhafte Betreuung eines umfangreichen künstlerischen Nachlasses andere strukturelle Voraussetzungen erfordert, als sie eine thematisch breit aufgestellte Stiftung wie die Bio-Stiftung bieten kann.
Dazu kam, dass mit dem Umzug der Bio-Stiftung nach Basel das Projektfonds-Portfolio stärker in Einklang mit den eigenen Stiftungsstatuten gebracht wurde. Die dauerhafte Verwaltung eines umfangreichen künstlerischen Nachlasses passte in diesem Rahmen nicht mehr.

Ein neues Zuhause

Mit der Einbettung in eine neue Stiftung wird die Betreuung des Beppe Assenza-Fonds nun eigenständig organisiert. Diese Stiftung widmet sich ausschliesslich der Förderung, Bewahrung und Vermittlung von Kunst und künstlerischen Nachlässen. Sie bietet die rechtliche und organisatorische Grundlage, um den Nachlass nachhaltig zu pflegen, wissenschaftlich aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der Auftrag bleibt derselbe: Das Werk von Beppe Assenza soll erforscht, bewahrt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Die Verantwortung wird neu organisiert: Alle relevanten Bestände, Dokumente und Rechte werden momentan sorgfältig in die neue Stiftung überführt. Diese kann sich gezielt auf Restaurierung, Archivierung, wissenschaftliche Aufarbeitung und öffentliche Präsentation konzentrieren.