Bodenfruchtbarkeitsfonds
Ab 2027 unterstützt der Fonds den Preis für Bodenfruchtbarkeit. Damit würdigen wir Bäuerinnen, Bauern und Projekte Dritter, die sich vorbildlich für fruchtbare und lebendige Böden, oder die Erforschung bzw. Verbreitung der Bedeutung des Themas einsetzen. Wir machen ihre Arbeit sichtbar, verbinden sie untereinander und bringen Menschen über Medien und Begegnungsformate wieder in den Kontakt zum Boden.
Fruchtbare Böden sind die Grundlage für eine gesunde Ernährung, heute und in Zukunft. Gleichzeitig wirken sie der Klimaerwärmung entgegen. Wir haben festgestellt, dass die Bodenfruchtbarkeit selbst im Biolandbau tendenziell abnimmt. Deshalb haben wir 2018 den Bodenfruchtbarkeitsfonds gegründet. Bis 2024 haben wir damit 30 Bio-Höfe in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Liechtenstein begleitet. Wir haben sie fachlich beim Aufbau von Humus auf ihren eigenen Flächen unterstützt und ihren zusätzlichen Aufwand teilweise vergütet, insgesamt mit rund 1,74 Millionen Franken. Die Ergebnisse sind deutlich: Der Humusgehalt stieg in vier Jahren um durchschnittlich 10,5 Prozent. Die Böden sind heute im Schnitt bis in 18 Zentimeter Tiefe krümelig (+ 8cm seit Projektstart) und lebendig. Über 12’000 Menschen haben an den von uns organisierten Hofbegegnungstagen erlebt, wie Boden fruchtbarer gemacht werden kann.

Die wichtigste Erkenntnis aus sieben Jahren: Lebendiger Boden speichert Wasser bei Starkregen und Trockenheit, schützt vor Erosion und Hochwasser, bindet CO₂ aus der Luft, beherbergt eine riesige Vielfalt an Lebewesen, filtert unser Trinkwasser und schenkt uns gesunde, nährstoffreiche Lebensmittel, heute und für kommende Generationen. Bäuerinnen und Bauern, die unsere Böden pflegen, leisten also einen Dienst für die ganze Gesellschaft. Meistens jedoch ohne ausreichende Anerkennung und finanziellen Ausgleich. Was sie verdienen würden – aber zu wenig bekommen – ist Anerkennung, Wertschätzung und eine freistellende finanzielle Unterstützung. Genau hier setzt unser neuer „Preis für Bodenfruchtbarkeit“ an. Er führt die Arbeit des Fonds in neuem Format weiter, würdigt die Pioniere der Bodenfruchtbarkeit öffentlich und macht ihre Arbeit sichtbar.






